Wie merkt man, ob man sich reiterlich in die richtige Richtung entwickelt?



Antwort von Sabine Bruns:


Ich glaube, auf diese Frage gibt es keine allein richtige Antwort sondern nur Hilfestellungen, wie zum Beispiel:

Lehrbücher verschiedener Autoren kritisch lesen.

Die Anweisungen des Reitlehrers/ der Lehrerin  immer hinterfragen um sie zu verstehen. Ein(e) gute(r) Lehrer(in)  kann immer begründen, warum er/ sie eine Anweisung gibt.


Und das wichtigste: Immer in den eigenen Körper und die eigene Seele hinein fühlen. Wenn sich die Durchführung einer reiterlichen Einwirkung oder die  Anweisung eines Lehrers  nicht gut anfühlt kann sie auch für das Pferd nicht angenehm sein.

Das beginnt bei Kleinigkeiten wie dem Einsatz von Sporen oder der Einwirkung am Zügel und endet bei steifem und damit angespanntem Sitzen


Meine ganz persönliche Erfahrung:

Ich saß eines Tages auf einem meiner Pferde und bemerkte während des Reitens einer schweren Dressurlektion, dass es mir plötzlich völlig egal war, wie es aussah oder ob es nach den Regeln der Dressurreiterei korrekt durchgeführt war. Einzig und allein erfüllend und wichtig war nur noch wie es sich anfühlte. Da wusste ich: das ist mein einziger richtiger und guter Weg.


Mir ist seitdem klar: Sobald es mir darauf ankommt, das Zuschauer es gut oder richtig finden steht dieser Gedanke als Störung auf der Leitung zwischen mir und meinem Pferd.

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